01/2017 - Tausch der Abblendlichtlampen

Lange Lebensdauer trotz Projektionsscheinwerfer

Nach rund 7 1/2 Jahren und bei knapp 60.000km verabschiedete sich die erste Abblendlichtlampe.
Diese (und auch die Fernlichtlampen) sollte man immer paarweise tauschen, da meistens die 2. Lampe kurz darauf den Geist aufgibt.

7 1/2 Jahre sind ein guter Wert, was für die Erstausrüsterqualität spricht. Die Lampen kamen von Philips und wurden auch wieder durch Philips Lampen ersetzt, da ich bereits bei einem anderen Fahrzeug gute Erfahrungen damit gemacht habe.
Durch die kleinen Leuchtkörper der Projektionsscheinwerfer müssen die Leuchtmittel höhere Temperaturen ertragen, als bei herkömmlichen Reflektorlampen und gehen daher auch schneller kaputt.

Diese Arbeit ist nichts für Laien!

Mein Erstversuch mit den Hinweisen aus dem Bordhandbuch erreichte Spielfilmlänge!
Der vorgeschlagene Weg über die Innenkotflügel ist denkbar aber bestenfalls als Hilfe anzusehen, wenn einem ein Teil aus der Hand fällt und zwischen Karosserie und Innenkotflügel verschwindet. Der Wechsel nach dieser Methode ähnelt mehr einer Gallensteinoperation durch die Speiseröhre als einem Lampentausch.
Wer es dennoch so versuchen möchte sollte nicht nur die Schraube des Innenkotflügels lösen sondern auch die umliegenden Clips des Innenkotflügels. Nur so kann man ihn ausreichend weit wegklappen, um sich bei der Arbeit nicht den Arm abzuklemmen. Dann steht man jedoch immer noch vor dem Problem, dass man gar nicht weiß, wie das Teil aussieht an dem man arbeiten möchte.

Mein Vorschlag für die Fahrerseite:

1.) Batterie ausbauen (Vorher sicherstellen, dass der Radiocode vorhanden ist!)
Insgesamt 4 Muttern sind dafür zu lösen und man hat einigermaßen Platz.
2.) Abdeckung des Lampengehäuses gegen den Uhrzeigersinn aufschrauben. Dabei möglichst gleichmäßig drücken und die Lasche des Deckels nicht zu sehr belasten, damit sie nicht abbricht. Diese Arbeit erfordert einiges an Kraftaufwand und bei mir mehrere Anläufe. Millimeter, für Millimeter lässt sich der Deckel lösen. Den losen Deckel gut festhalten, damit er nicht auf dem Innenkotflügel landet.
3.) Stecker von der Lampe abziehen. Mit Geduld und Ruckeln geht auch das. Der zweite Stecker neben der Lampe muss dranbleiben!
4.) Metallbügel (von vorne gesehen rechts oben neben der Lampe) aushängen und nach unten klappen.
5.) Lampe herausziehen und durch die neue Birne ersetzen. Dabei nicht den Glaskolben berühren und vor dem Einsetzen sich die Position mit einem Spiegel ansehen, damit man auch die kleine Öffnung trifft. Sollte das daneben geht und die Lampe in den Reflektor fallen, hilft eine Schwanenhalsmagnet, um die Lampe wieder aus dem Gehäuse zu fischen.
6.) Bügel wieder nach oben klappen und einrasten.
7.) Kabel anstecken, Batterie provisorisch anklemmen und das Abblendlicht testen.
8.) Wenn die Lampe leuchtet, Batterie wieder raus, und Deckel zuschrauben. (Gummipflege oder Vaseline auf dem Dichtring erleichtert diese Arbeit.)
9.) Batterie wieder einsetzen, festschrauben und Kabel anklemmen.
10. Radio Code eingeben. Dazu den Radio einschalten um die Codeeingabe zu aktivieren.

Beifahrerseite:

1.) Ausgleichsbehälter des Kühlsystems aus der Halterung ziehen und zwischen Motor und Kühler stellen.
2.) Abdeckung des Lampengehäuses gegen den Uhrzeigersinn aufschrauben. (Hinweise wie Fahrerseite beachten)
3.) Stecker von der Lampe abziehen. Mit Geduld und Ruckeln geht auch das. Der zweite Stecker neben der Lampe muss dranbleiben!
4.) Metallbügel (von vorne gesehen rechts oben neben der Lampe) aushängen und nach unten klappen.
5.) Lampe herausziehen und durch die neue Birne ersetzen. (Hinweise wie Fahrerseite beachten)
6.) Bügel wieder nach oben klappen und einrasten. (Das Einrasten schaffte ich auf dieser Seite nur durch den Innenkotflügel.)
7.) Kabel anstecken und das Abblendlicht testen.
8.) Wenn die Lampe leuchtet, Deckel zuschrauben. (Tipp wie Fahrerseite beachten)
9.) Ausgleichsbehälter wieder einrasten.

Bei sommerlichen Temperaturen und mit diesen Hinweisen lassen sich beide Lampen in 1/2 Stunde wechseln. Bei eisigen Temperaturen auf einer Tankstelle gebe ich euch nur wenig Chancen.

Bei aller Sympathie für dieses Auto, hier hat Honda seine Hausaufgaben definitiv nicht gemacht.